Und wieder raus. Dieses mal habe ich mir die Gegend um Datteln ausgesucht. Da habe ich zu Studienzeiten gelebt. Ist schon lange her.

Noch hat Corona Deutschland fest im Griff. Die Ansteckungszahlen sinken zwar und wir erwarten Info, wann denn endlich die Stellplätze wieder öffnen dürfen, aber noch ist alles dicht. Von daher sind Übernachtungsplätze fast nur über park4night zu finden.

Mein erstes Ziel ist das Schiffshebewerk in Henrichenburg. Auf dem Parkplatz neben dem alten Hebewerk werde ich übernachten. Nebenan gibt es eine Imbissbude/Restaurant. Jippieh heute bleibt die Küche kalt.

Am neuen Hebewerk wird gearbeitet. Die Schiffe müssen solange die Schleuse benutzen.

Nachdem wir am späten Morgen so langsam fertig waren, sind wir wieder weiter gezogen. Ich möchte zu meiner alten Fachhochschule Bochum Aussenstelle Recklinghausen-Suderwich. Da ist alles längst abgerissen. Ich war im letzten Jahrgang, der dort seinen Abschluß machte.
In Maps hatte ich auch noch das Haus gefunden, in dem ich damals gewohnt habe. Bei einem Bauern, der den Stall zur Wohnung umgebaut hatte.

Da stehe ich nun vor dem Hof: das alte Scheunentor, die Gewächshäuser lange unbenutzt. Hier bin ich auf dem Feld auf der Pflanzmaschine mitgefahren. Das ist alles 50 Jahre her.
Da kommt eine Frau mit Schubkarre an: Vielleicht kennen wir uns? Ja, es war meine alte Vermieterin, inzwischen über 80, ihr Mann ist vor 5 Jahren gestorben. Sie kocht Kaffee und wir sitzen eine Stunde zusammen im Garten. Was für ein Erlebnis!

Wir fahren weiter zum Stellplatz nach Lüdinghausen. Neben dem Stellplatz ein Campingplatz voller Dauercamper. Der Park/Stellplatz ist leer. Ein schönes Plätzchen. Die Sonne scheint und wir machen es uns gemütlich. Zum Nachmittag spaziere ich mal auf den Campingplatz. Vielleicht kann ich ihnen ja was in die Kaffeekasse tun, wenn sie mir schon keinen Stellplatz anbieten dürfen. NEIN – ich soll weg, keine Übernachtung dort. Naja – Corona-Gedöhne.

Jetzt gilt es einen ruhigeren Platz für die Nacht zu finden. park4night weist einen kleinen Parkplatz direkt am Dortmund-Ems-Kanal in Olfen aus. So schön ist der aber nicht: stark quer geneigt und völlig zugewachsen. Außer Strasse gibt es nichts zu sehen. Vor ein paar Hundert Metern hatte ich aber einen anderen Platz mit großartigem Blick auf den Kanal gesehen. Das ist es. Den merke ich mir.

Am Morgen geht es nochmal los zu einem kommunalen Stellplatz mit VE. Dort steht ein altes Wohnmobil. Der Mann erzählkt mir, er habe den Sheriffs vom Ordnungsamt gesagt, er lebe ständig im Womo und dann hätten sie ihn dort stehen lassen. So schön ist der Platz eh nicht. Grauwasser abgelassen und weiter. Der nächste Platz eine grosse asphaltierte Fläche allein zwischen Feldern. Wozu auch immer. Das sieht nur alles mehr nach abendlichem Jugendtreffpunkt aus.

Also wieder zurück zu dem schönen Platz am Kanal. Wir sitzen auf der Böschung in der Sonne und gucken Boote. Ein schönes Wochenende geht zu Ende.
Ab Montag dürfen Camping und Stellplätze in NRW wieder öffnen

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