Die Coronazahlen steigen heftig. Wer weiß was kommt – vorher nochmal raus. In meiner Kabine habe ich die wenigsten Kontakte überhaupt. Unterwegs fühle ich mich völlig sicher.

Mi 21.10. Hövelhof, Am Bahnhof
Ich beginne mit einer Übernachtung am Bahnhof in Hövelhof. Es ist eine ruhige Bahnstrecke und nachts fährt garnichts. So kann man hier auf ordentlich parzellierten Stellplätzen übernachten. Der Ort hat mir nicht viel gegeben. Am Bahnhof habe ich die ein paar Tafeln über die Historie gelesen.

Do 22.10. Dinopark
Meine Tochter mit ihrer Familie haben ihren neuen Camper bekommen und wir treffen uns am Dinopark in der Nähe vom Steinhuder Meer. Der Tag ist Highlight für meinen kleinen Enkel Eliah. Er kennt sämtliche Saurier mit Namen, Lebensraum und mehr. Ein Besuch hier lohnt sich für jedes Alter. Es gibt viel Spielmöglichkeit, viel zu erleben und viel über Saurier zu lernen. Am Abend übernachten wir auf dem Stellplatz vom Dinopark. Es war ein toller Tag.

Fr 23.10. Externsteine
Nach einer ruhigen Nacht und gutem Frühstück (wie immer in meiner Kabine) fahren wir im strömenden Regen zu den Externsteinen nach Horn-Bad Meinberg. So oft bin ich daran auf dem Weg zu meinem Bruder vorbei gefahren. Endlich bekomme ich diesen Ort mal zu sehen. Früher hätte ich auch oben drauf gemusst. Das spare ich mir jetzt. Der Weg vom Parkplatz und zurück ist Bewegung genug.

Von den Externsteinen aus fahren wir die wenigen Kilometer nach Schieder-Schwalenberg und fahren den Stellplatz am Schiedersee an.

Sa 24.10. Schiedersee
Den Vormittag nutze ich, um mit dem Rad eine Runde um den See zu machen. Mittags kommt mein Bruder und auch seine Tochter mit ihrer Familie zu Besuch. So haben die Alten und die Jungen mal etwas gemeinsame Zeit. So oft sehen wir uns ja auch nicht.
Abends gehen wir in das Restaurant vor Ort. Wir sitzen auf der Terrasse unter dem Heizstrahler. Die Küche hat sich deutlich gebessert. Schön, dass man hier wieder gut essen kann.

So+Mo 25.+26.10. Wolfhagen.
Die anderen müssen wieder zurück nach Hause und morgen arbeiten. Ich fahre noch was weiter erstmal wieder nach Wolfhagen. Auf dem Weg Richtung Osten wird der Platz wohl eine Standardanlaufstelle werden. Der Platzwart hat gewechselt. Der Neue ist auch nett, weiß aber nicht wo es die Ahlewurst aus Hausschlachtung gibt, die der alte Platzwart immer mitgebracht hat. War wohl keine gute Aufgabenübergabe 😉

So war ich dann beim Metzger im Ort, der auch noch selbst schlachtet.
Morgens früh kommt der Bäcker auf den Platz gefahren. Croissants zum Frühstück – fast wie in Frankreich.
Am Montag Abend bin ich in den Ort hoch und habe im San Remo gegessen. Pizza und guten Rotwein. Das Leben genießen! Es ist eines der wenigen Lokale, die nicht Montag Ruhetag haben. Ich habe draußen auf der Terrasse gegessen.

Di 27.10. Eisenach
In Eisenach gibt es ja nicht nur die Wartburg sondern auch den Wartburg zu bestauenen. Im AWE Museum Automobile Welt Eisenach wird die Geschichte der Fahrzeugproduktion gezeigt. Ich hatte Eisenach immer nur mit dem Wartburg im Kopf. Vor dem Krieg wurden hier BMW Motorräder und Autos gebaut. Es ist auch nicht nur der Standard Wartburg. Selbst einen Pickup gab es. Da möchte ich aber nicht meine Kabine drauf stellen. Die Vielfalt der Modelle hat mich total überrascht. Und inzwischen wird hier Opel gebaut. Ein interessanter Nachmittag

Mi 28.10.
Es sind nur 140km nach Bad Klosterlausnitz. Trotz Corona in diese große Therme? Es ist meine Lieblingstherme aber natürlich habe ich Zweifel, ob das denn richtig ist. Aber, falls es zu eng wird, gehe ich eben sofort raus.
Das Baden in den diversen Pools tut gut. Das 12%ige Solebecken, wo ohne jeder Bewegung die Zehen, Brust und Genicht aus dem Wasser tragen. Das hat schon was. Die maximal zulässige Belegung der Becken und der Saunalandschaft wurde überall auch von den Gästen strikt eingehalten. Und so war es dann nicht nur ok sondern besser als ohne Corona. Soviel Platz hat man in der Sole sonst nie. Ab morgen geht es dann wieder westwärts.

Do+Fr 29.+30.10. Mühlhausen/Thüringen
Was für ein schönes Städtchen und der Stellplatz “Hinter der Mauer” direkt an der City. Und eine lebendige Fußgängerzone. Ganz viele kleine Geschäfte und nur wenig Filialen von großen Ketten. Da macht es Spaß durch die Straßen zu bummeln. Schön ist es hier am Rand vom Harz. In diese Ecke muss ich nächstes Mal wieder hin.
Auch der Stellplatz ist prima gemacht und mit 5€ seinen Preis absolut wert.

Fr+Sa 30.+31.10. Lauenförde
Die Radwege an der Weser locken mich hierher. Den PLatz Yachthafen Dreiländereck hat mir mein Bruder mal gezeigt.
Ich hole das Rad raus. An der Weser entlang kann ich fahren ohne Berge – das ist schön. Am Freitag fahre ich nur nach Beverungen und am Samstag bis kurz vor Höxter. Hin und zurück 33km. Da habe ich mir ein gutes Mittagessen erstrampelt.

So 1.11.
Es geht nach Hause. Ab Morgen ist der 2. Lockdown dieses Jahr. Alle sollen mal den November auf Reisen verzichten.
Als schlechtes Beispiel möchte ich auch nicht gehen auch wenn es mich ständig juckt wieder zu fahren. Das ist mein Leben – was soll ich zu Hause im Sessel.

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